Aller Anfang ist schwer: Indie-Entrepreneure teilen ihre größten Herausforderungen

Der eigenen Vision folgen, um sich einen Traum zu erfüllen ist beneidenswert. Der Weg zur Verwirklichung ist jedoch nicht immer einfach – das wissen auch diese drei Gründer/innen, denen wir die „Keine dumme Frage“ stellten: Welchen Herausforderungen mussten Sie sich stellen, als Sie Ihre Label gründeten? 

Jennifer Lapidakis Gründerin der Sport-Make-Up-Label STRONG

Wie wir uns auf dem Fitness-Beauty-Markt etablieren können ist wahrscheinlich gerade die größte Challenge. Jede zweite Frau – geht direkt aus dem Office – geschminkt zum Sport und schminkt sich nicht extra ab. Bei Fitness-Kosmetik geht es weniger um Eitelkeit, sondern mehr um Funktionalität. Frauen brauchen Produkte, die langanhaltend sind und nicht bei der kleinsten Anstrengung verwischen. Dass es mit STRONG Produkte gibt, die genau dieses Problem angehen, wissen die wenigsten, da das Bewusstsein für diesen Markt nicht existiert. Eines unserer wichtigsten Ziele ist demnach eine gewisse Reichweite zu generieren und damit die Aufmerksamkeit auf diese neue Nische richten.

 

Ingo Isabettini Co-Founder des Bartpflege-Marke Oak

Der Anfang! Als Quereinsteiger eine Kosmetikmarke zu entwickeln, Vertriebswege aufzubauen, Partner zu finden den man vertrauen kann kostet viel Kraft, Energie und Kreativität. Vor allem im Bereich Männerpflege. Viele haben uns sogar abgeraten. Eine große Hilfe dabei war immer, dass wir zu zweit sind und uns perfekt ergänzen. Marcus und ich waren schon vor der Gründung befreundet und sind es vor allem – auch nach fast sechs Jahren im Geschäft – immer noch! Das Vertrauen, dass wir uns einander entgegenbringen ist unser wichtigster Motor. 

 

Jennifer Baum-Minkus Gründerin der Nagellack-Brand Gitti

Jeder Tag – fast jede Stunde – stehe ich vor einer neuen Herausforderung! Zum Best-Off gehört definitiv das eigene Unternehmen aus dem Esszimmer heraus zu gründen, wo es nichts gibt, außer die eigene Vision und viel Leidenschaft für die Umsetzung. Was dabei geholfen hat? Die  Passion, dass wir mit unserem Handeln, die Welt ein klein wenig besser machen können. Und mein Ehemann Moritz: er baut mich auf und stellt immer die Fragen, die mich die Dinge von einer anderen Seite betrachten lassen.  

Daniela Schweingruber Founder der Hautpflegebrand nooii

Ganz sicher gehört dazu die Entscheidung, ob ich meine nooii-Hautpflegeprodukte ausschließlich lokal, somit im schweizerischen Kilchberg und Umgebung, oder europaweit verkaufen möchte. Die grundsätzlichen Fragen, die ich mir stellte, waren: Soll ich nooii klein halten? Oder soll ich die Herausforderung annehmen und versuchen auch den europäischen Markt zu erobern?

Die Entscheidung traf ich relativ schnell, nämlich während der IBE in Berlin. Nachdem ich ein viel positives Feedback seitens der Presse und den Einkäufern aus ganz Europa erhalten habe und merkte, wie viel Freude ich daran habe mit Menschen aus den verschiedensten Ländern zu kommunizieren.