Aus den USA zu Douglas: Herbal Dynamics feiert die globale Expansion und launcht in Deutschland

In Amerika ist die Indie Brand bereits ein Hit. Jetzt feiert Herbal Dynamics auch auf dem deutschen Markt ihr Debüt: Elf Produkte aus dem Sortiment sind ab sofort in 54 Douglas Stores auf ihren Trend Tables und im Onlineshop des Retailers zu haben. 2017 gegründet, vereint die Herbal Dynamics das Beste aus zwei Welten: nämlich bioaktive und zu 100 Prozent natürliche Zutaten und künstlich hergestellte, höchst innovative Inhaltsstoffe. So treffen etwa Extrakte aus der Aloe auf eine neuartige Variante der Hyaluronsäure. Genau für diese eklektischen Produkt-Rezepturen wird das 50-köpfige Team aus Scottsdale, Arizona, heute gefeiert.

Über die Expansion sprach Beauty Independent mit Co-Gründer Moe Kittaneh im folgenden Interview.

Gerade der amerikanische Beauty-Markt scheint ein wenig überlaufen. Warum war es trotzdem an der Zeit, eine neue Brand zu launchen?

Als wir damals das Konzept entwickelten, geriet die Indie Beauty-Branche erst ins Rollen. Wir hatten nicht wirklich viel Erfahrung auf dem Markt, aber ein Label, das natürliche Inhaltsstoffe in den Mittelpunkt stellt, diese kreativ mit den neuesten Innovationen kombiniert, nahbar und gleichzeitig effektiv ist, gab es noch nicht. Ich glaube, dass gerade der innovative Aspekt heraussticht, da wir mit vielen exotischen, tiefgehend erforschten Inhaltsstoffen arbeiten, aber diese sehr wissenschaftliche Herangehensweise durch unser verspieltes Design und besondere Duftnoten aufbrechen. Es ist eine Brand, die Spaß macht.

In den USA werden die Herbal Dynamics Produkte über den eigenen Store verkauft, bei Amazon, Macy´s und in einigen anderen Shops. Obwohl es die Marke erst seit zwei Jahren gibt, möchten Sie schon jetzt den deutschen Markt erobern. Stand die internationale Expansion schon immer auf Ihrer Agenda?

Auf jeden Fall! Herbal Dynamics ist als globale Brand konzipiert. Der Personal-Care-Markt in den USA ist momentan besonders aufregend, da das Interesse der Verbraucher an Indie Brands gerade rasant wächst. Aber: Der Personal-Care-Markt in Europa ist der größte der Welt und birgt somit riesige Chancen. Als Indie Brand zu expandieren ist oftmals schwieriger als für etablierte Brands, aber auf lange Sicht lohnt sich das Wachstum.

 

 Co-Gründer Moe Kittaneh, Herbal Dynamics. by courtes of Herbal Dynamics
Co-Gründer Moe Kittaneh, Herbal Dynamics.

Warum war Deutschland für Sie der Schritt ins Ausland?

Es war vor allem ein logischer: Wir führen unser Label in den größten europäischen Markt ein. Da wir auch im Douglas Online-Store vertreten sind, erreichen wir viele weitere Länder. So können wir auch testen, wie die Brand im europäischen Ausland ankommt.

Wie kam der Kontakt zwischen Ihnen und Douglas zustande?

2018 haben wir das Team während der Indie Beauty Expo in London kennengelernt. Ein halbes Jahr später feierten wir bei der IBE in Berlin als eine Douglas-Partner-Brand unser Debüt.#

 

„Ich glaube, dass gerade der innovative Aspekt heraussticht, da wir mit vielen exotischen, tiefgehend erforschten Inhaltsstoffen arbeiten, aber diese sehr wissenschaftliche Herangehensweise durch unser verspieltes Design und besondere Duftnoten aufbrechen. Es ist eine Brand, die Spaß macht.“

 

Ihre Produkte werden online, aber auch in 54 stationären Stores zu haben sein. Inwiefern unterstützt Douglas den Launch?

Wir haben das Verkaufspersonal gemeinsam trainiert, sie promoten uns auf ihrer Website, auf verschiedene Weise in den Stores und sie haben einige Influencer-Kooperationen geplant. Douglas ist ein überaus starker Retailer und hat uns von Anfang an sehr unterstützt. Wir freuen uns, an ihrer Seite zu launchen und zu wachsen.

Herbal Dynamics-productsby courtesy of Herbal Dynamics
Herbal Dynamics: Die Produkte überzeugen durch die Kombination aus bioaktiven und zu 100 Prozent natürlichen Zutaten und künstlich hergestellten, höchst innovativen Inhaltsstoffen.

Musste denn für die deutsche Markteinführung etwas an den Produkten geändert werden?

Wir mussten einen Großteil der Verpackung ändern. Der Text musste in verschiedenen Sprachen abgedruckt werden. Außerdem haben wir mit dem Douglas-Team die Preise an unsere Brand-Position und den lokalen Markt angepasst. Ihre Expertise war sehr hilfreich. Schließlich kennen sie ihr Publikum am allerbesten.

Wie selektieren Sie die richtigen Retail-Partner?

Ehrlicherweise sind wir ziemlich wählerisch, da wir die Integrität unserer Brand wahren möchten. Als Indie- und Digital-Native-Brand steht die Verbraucher-Erfahrung bei uns an oberster Stelle. Wir wollen, dass sie unsere Produkte wirklich erleben, sprich, fühlen und riechen sollen. Deswegen arbeiten wir nur mit Retail-Partnern, die bereit sind, ihre Kunden perfekt über eine Marke zu informieren.

Dazu gehören Stores, die sich zum Beispiel auf Clean Beauty konzentrieren, bei denen Bildung und die Kundenbindung im Mittelpunkt stehen. Konzepte wie diese passen auch zu unseren Kunden.

Verglichen mit den USA: Inwiefern unterscheiden sich diese von den deutschen Konsumenten?

Um ehrlich zu sein, die Kundenbedürfnisse unterscheiden sich gar nicht so sehr: Verbraucher aus beiden Ländern sind sehr an Clean Beauty, natürlichen Inhaltsstoffen und an ähnlichen Preispunkten interessiert. Unsere Brand hält sich im mittleren Preissegment auf und verfolgt eine cleane Mission – wir sind ganz gut aufgestellt. Vor allem ist unsere Wiederkaufsrate, im Vergleich mit der Branche sehr hoch. Wir sind natürlich sehr gespannt, was wir von dem neuen Publikum lernen können: ob dieselben Produkte auch hier Bestseller werden bis hin zu demographischen Daten.

Was war die größte Hürde auf dem Weg in den deutschen Markt?

Definitiv der EU-Zertifizierungsprozess! In den USA gibt es so etwas in dieser Ausführung nicht. Somit war das wohl unser größtes Learning. Und das wird wohl für die meisten amerikanischen Brands, die nach Europa expandieren wollen, auch die größte Hürde darstellen.

 

„Wir wollen, dass sie unsere Produkte wirklich erleben, sprich, fühlen und riechen sollen. Deswegen arbeiten wir nur mit Retail-Partnern, die bereit sind, ihre Kunden perfekt über eine Marke zu informieren.“

 

45 Produkte sind momentan Teil des Sortiments. Bei Douglas starten Sie mit elf, etwa der “Youth Refresh”-Maske oder dem “RevitAge”-Serum. Grund ist wohl auch der langwierige EU-Zertifizierungsprozess. Wer oder was hat Ihnen dabei geholfen?

Wichtig ist, dass man eine verantwortungsbewusste Person findet, die alle regulatorischen Prozesse versteht und gleichzeitig auch die Marke. Die eng mit den Herstellern kooperiert, korrekt und zeitkritisch arbeitet. Es ist außerdem sehr wichtig, dass man mit den Konsumenten in Kontakt ist, um herauszufinden, ob das eigene Label wirklich zum Zielmarkt passt.

Via Social Media entstand ein solcher Hype um die Brand, der anscheinend bis nach Europa reichte. Warum sind US-Brands gerade so interessant?

Über Social Media ist heute eine globale Reichweite möglich. Die Menschen auf der ganzen Welt interessieren sich für internationale Brands. Sie lieben es, diese zu entdecken. Die Europäer sind interessiert an farbenfrohen, experimentellen amerikanischen Marken, während die Amerikaner an den luxuriösen Nischenlabels aus Europa interessiert sind. Das Interesse besteht somit auf beiden Seiten.

Welchen Schritt geht Herbal Dynamics als nächstes?

Wir sind begeistert davon, wie die Brand in den Social-Media-Kanälen und in den Stores gefeiert wird. Wir können es kaum erwarten, international und innerhalb der EU und in UK zu expandieren.

 

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