Beautylove ist die neue Beauty-Abo-Box für naturnahe Kosmetik

Die Metacrew Group GmbH ist Markführer im Abo-Box-Geschäftsmodell in DACH und lancierte kürzlich die Beautylove The Natural Box – eine auf Natur- und naturnahe Kosmetik fokussierte Kosmetikbox. Wir haben mit Stefan Sautmann, Mitglied der Geschäftsleitung, über die Neulancierung, das Abo-Modell an sich und welche Vorteile es Marken bietet, gesprochen.

Die Pink Box, Brigitte Box, Barbara Box, Instyle Box, Pam Box und jetzt eben auch die Beautylove The Natural Box – sie alle wurden und werden von und mit dem Unternehmen Metacrew erdacht. 2008 von Tobias Eisman gegründet, ist die Metacrew Group GmbH seit 2015 spezialisiert auf Produktplatzierung im Boxenformat. Bis zu 50.000 NeukundInnen sollen laut eignen Angaben pro Monat durch Kampagnen des Unternehmens erreicht werden. Bis zu 100.000 Pakete werden monatlich verschickt, und rund eine Million KundInnendaten besitzt Metacrew durch den Abo-Service und weitere E-Commerce-Plattformen.

Ein 360-Grad-Dienstleister im Marketing

„Metacrew hat sich in den letzten Jahren viel entwickelt. Wir haben auf einer Seite das Boxen- und Kalender-Business für Food- und Beauty-Marken, und auf der anderen Seite arbeiten wir gezielt mit den Herstellern zusammen. Ab 2020 haben wir beide Sparten getrennt, in einen klaren B2C- und B2B-Bereich“, erklärt Stefan Sautmann, seit 2018 Mitglied der Geschäftsleitung. Zuvor hatte Stefan Sautmann verschiedene (Führungs-) Positionen bei Bertelsmann inne und war später als Managing Director WOM bei der Plattform mytest bei Ströer tätig.

Stefan Sautmann ist seit 2018 Mitglied der Geschäftsleitung bei Metacrew.

Metacrew, der seit 2019 auch das aus “Die Höhle der Löwen” bekannte Food-Startup Foodist gehört, bietet HerstellerInnen eine Vielzahl an Marketingmöglichkeiten und funktioniert wie ein 360-Grad-Dienstleister, um ihre Produkte an die EndverbraucherInnen zu bringen. Ob Targeted Sampling, Kampagnen, das Erstellen eines Webshops oder die Logistik – die Services des Unternehmens umfassen die gesamte Wertschöpfung in Bezug auf den Kundenzugang. Für die Sparte Marktforschung gibt es etwa die Plattform „Oh! of the day“, über die neue Produkte vorab von ausgewählten TesterInnen ausprobiert und bewertet werden. Ist Produktbewertung ein Thema, so bietet Metacrew auch hier Lösungen und Tools an. Fast 400 Bewertungen kommen durchschnittlich so pro Produkt auf den Webseiten der Abo-Boxen zusammen, die HerstellerInnen wiederum für sich nutzen können.

Und obwohl das Abo-Box-Modell das Kerngeschäft von Metacrew ist, ist es nicht darauf limitiert: „Metacrew ist nicht nur eine Firma, die einen Platz in einer Box verkauft. Wir sind Partner für Beauty- und Food-Marken, der den Marken hilft, ihre Zielgruppe richtig anzusprechen, durch verschiedenste Tools, wie eben Sampling, WOM oder anderen Strategien. Wir sind langfristiger Partner, sei es bei einem Marken-Launch, einer Brand Vermarktung oder vielleicht auch einer Produktentwicklung“, präzisiert Stefan Sautmann. So gibt es eben einerseits die Möglichkeit der Box-Platzierung, andererseits können Brands auch unabhängig davon mit Metacrew zusammenarbeiten.

Neulancierung: Naturkosmetik im Abonnement mit Beautylove

Food und Beauty – das sind die Fokussegmente von Metacrew, die sich gar nicht so erheblich differenzieren, wie Stefan Sautmann erklärt: „Die Dynamik in der Beauty-Branche ist sehr ähnlich zu der in der Food-Branche. Jede/r, die/der Food kauft, kauft auch irgendwie Beauty.“ Am 15. Juni launchte dementsprechend die Beautylove The Natural Box, eine mit sechs bis acht Fullsize-Produkten ausgestattete Beauty-Abo-Box. Die Produkte, beziehungsweise die Brands, gehören mal mehr, mal weniger in die Kategorie „natural cosmetics“. Mit dabei: Junglück, Sukin, The Botanical, Waschies, Logona Naturkosmetik, Leo Hillinger Cosmetics, I Love It I Like It, 4EverYoung und Mudmasky.

Das Ziel ist es laut Stefan Sautmann, Transparenz für KonsumentInnen zu schaffen und ihnen beim Navigieren durch das unendliche Kosmetik-Angebot zu helfen. So entdecken diese nicht nur die in dem Päckchen enthaltenen Produkte, sondern sie lernen zudem, was diese ausmacht und von herkömmlicher Kosmetik unterscheidet. „Normalerweise enthalten unsere Boxen kleine Magazine mit Informationen zu den Produkten. Bei dieser Box gibt es jedoch nur eine Pappkarte mit einem QR-Code, die die KundInnen dann zu einem digitalen Katalog führt.“ Des Weiteren ist die Verpackung nachhaltig produziert und mit dem Kauf unterstützen KundInnen das Aufforstungsprojekt „Treedom“ in Madagaskar.

Neu auf den Markt: Die Beautylove The Natural Box von Metacrew launchte am 15. Juni und beinhaltet Natur- und naturnahe Kosmetik.

Für den Launch der neuen Box gab es laut Stefan Sautmann drei Gründe: „Erstens haben wir über viele der Boxen, die wir bereits in der Vergangenheit gemacht haben, gemerkt, dass das Thema Naturkosmetik sehr gut ankommt. Zweitens beobachten wir ja die Markttrends um nachhaltigeren Konsum, und drittens haben wir ebenfalls bei unserer Marke Foodist gemerkt, dass es einen klaren Wandel zu natürlicheren und nachhaltigen Produkten gibt.“ Die Box gibt es im Flexi-, Halbjahres- oder Jahres-Abonnement für 39,95 Euro bei einer geplanten Auflage von 3.000 Exemplaren im zweimonatigen Rhythmus.

Um die teilnehmenden Beauty-Brands zusätzlich hervorzuheben, plant das Team in Zukunft einen begleitenden Blog zu erstellen, weil „es Kunden immer wichtiger wird zu wissen, wer hinter einer Brand steht. Andererseits ist es insbesondere kleineren Marken wichtig, ihre Geschichte zu erzählen.“ Auch ein Adventskalender von Beautylove ist in Aussicht. Zudem soll das Angebot innerhalb der Box zukünftig auf das Profil des/der Kunden/in angepasst werden. Heißt: Wer lockige Haare hat, wird kein Shampoo für glatte Haare, sondern eben eins für Locken darin finden.

Welche Vorteile und Risiken bietet die Beauty-Box für Marken?

Einer der größten Vorteile vom Abonnement-System ist sicherlich das zielgerichtete Targeting. Mit der Platzierung in einer Box könne eine Brand eben genau die Zielgruppe treffen, die für ihr Produkt geeignet ist, so Stefan Sautmann. Bei Metacrew ist dies dank einer umfangreichen KundInnen-Datenbank möglich. „Wir treffen eine Zielgruppe, die sich genau für diesen Themenbereich interessiert. Der Vorteil ist, dass ich [die Produkte] nicht über einen Großhändler in einer Einkaufstüte sample, und [diese] sogar eventuell verloren gehen, sondern ich als Endkonsument bekomme das nach Hause geliefert. Ich interessiere mich also ganz anders für diese Produkte.“ Wie schnell oder oft sich eine Box verkauft, hänge jedoch ganz von ihrem Inhalt ab. Aus Erfahrung weiß Stefan Sautmann: „Das kann man nie hundertprozentiger Sicherheit vorhersagen. Aber es gibt durchaus Boxen, die dann innerhalb der ersten vier Wochen ausverkauft sind.“

Ein weiteres Plus sei das Prinzip des word-of-mouth. Laut Stefan Sautmann sprechen Menschen mit circa vier weiteren Personen über ein Produkt und empfehlen es weiter, und das „völlig intrinsisch motiviert“, wie der Experte erklärt. Auch das oft angesprochene Manko des Abo-Systems, KundInnen nicht langfristig binden zu können, sieht er unproblematisch: „Aus Herstellersicht geht es ja um den individuellen, einmaligen Probierkontakt. Da ist es eigentlich egal, ob der Konsument bei uns lange gehalten werden kann oder ob es ein neuer Konsument ist.”

Das Risiko für Brands: Ist das Produkt schlecht, so wird auch das Feedback negativ ausfallen. Außerdem kann es gerade für kleinere Brands schwierig sein, in der geforderten Abnahmemenge Produkte zu liefern und diese Kosten zu stemmen. Wie oft und ob KonsumentInnen das Produkt schlussendlich nachkaufen, ist auch nicht immer garantiert. Nichtsdestotrotz: Metacrew beweist, dass das Abo-Box-Konzept sehr wohl mit bewusstem Konsum vereinbar und in der Beauty-Welt auch 2020 noch relevant ist.

Hero Image Courtesy of Metacrew Group GmbH