Hesse Organic Skincare: Slow Beauty als Ideal

Hesse Organic Skincare ist eine von wenigen Naturkosmetikmarken mit dem Demeter-Siegel und DACH-weit die erste mit dieser Zertifizierung, die dem Premium-Segment zuzuordnen ist. Die Brand aus Bayern vereint 30 Jahre Erfahrung im Bereich der Produktentwicklung mit der Faszination für Aromatherapie, asiatische Beauty-Rituale und der Verwendung von Rohstoffen aus kontrolliert biologischem oder biologisch-dynamischem Anbau. Statt Massenproduktion gilt ein bewusst langsamer, schonender Ansatz: Die Herstellung findet in einer Manufaktur nach alter Salbenmachertradition statt. Das Konzept ist vor allem wegen seiner authentischen, nachhaltigen Basis erfolgsversprechend – und weil Premium Organic Skincare eine wichtige gesonderte Nische im Bereich Organic Skincare bildet.

 

Aspekte aus der Aromatherapie, hochwertige Rohstoffe, achtsame Herstellung und asiatische Schönheitsprinzipien zählen nach wie vor zu den gefragtesten zeitgenössischen Features, die Beauty Brands im Jahr 2020 abdecken wollen. Erstens, weil KonsumentInnen heute lieber einen langsamen, transparenten Ansatz sehen wollen. Zweitens, weil nachhaltige Schönheit von innen und somit das Thema Ganzheitlichkeit immer wichtiger werden. Auf eine solch ideelle Weise wie Hesse Organic Skincare bringen jedoch kaum Marken all diese Faktoren zusammen und bündeln sie unter einem renommierten Gütesiegel.

Demeter ist den meisten VerbraucherInnen aus dem Bereich der Lebensmittel bekannt. Im Bereich Naturkosmetik taucht die Zertifizierung seltener auf. Insgesamt neun Beauty-Marken in der DACH-Region können es vorweisen. Viele davon kennt man aus dem Biomarkt, einige stammen aus der Welt der Aromatherapie, nur wenige aus der Welt der Pflege.

Hesse setzt auf das Layering-Prinzip, demnach werden die aufeinander abgestimmten Produkte in dünnen Schichten übereinander auftragen. Image via Hesse Organic Skincare

Hesse Organic Skincare basiert auf 30 Jahren Erfahrung im Bereich der Produktentwicklung. Gründer Andreas Hesse war in den vergangenen zwölf Jahren überwiegend als Entwickler und Produzent für Private- beziehungsweise White-Label-Marken tätig. Hesse, so wie die Linie heute existiert, ist das Ergebnis eines umfangreichen Relaunchs im November 2018.

Produziert wird seit 2001 in einer Manufaktur in der Region um den Waginger See in Bayern, seit 2012 zusätzlich in einer Manufaktur in Taching am See. Für die Herstellung seiner Linie setzt der Gründer, der das Unternehmen gemeinsam mit Ehefrau Maria führt, von Anfang an auf einen handwerklichen Ansatz, nicht zuletzt begründet durch seinen ursprünglichen beruflichen Background: Er ist gelernter Koch, finanzierte sich durch die Arbeit in der Spitzengastronomie in Hamburg in den 80er-Jahren sein Studium des Bioingenieurwesens, und begann damals zunächst Menüs mit ätherischen Ölen zu verfeinern.

Je gefragter Naturkosmetik ist, desto feiner werden die Unterschiede innerhalb des Segments

Die Faszination für die Aromatherapie wuchs, sodass er nach einem Weg suchte, wie man individuelle Aroma-Mischungen in Alltagsroutine integrieren kann. Er ergriff die Gelegenheit, in einer Hamburger Apotheke Produkte zu entwickeln. So war schnell der Gedanke geboren, ätherische Öle in naturkosmetische Creme-Grundlagen einzuarbeiten. Seither produzierte Andreas Hesse immer eine kleine eigene, nicht zertifizierte Naturkosmetik-Linie.

Mit Hesse Organic Skincare hat er nun eine Nische getroffen, die innerhalb der großen Naturkosmetik-Bewegung zunehmend wichtiger wird. Je gefragter Naturkosmetik ist, desto feiner werden die Unterschiede innerhalb des Segments, und speziell Premium-Linien haben gute Chancen, sich zu etablieren. Die ersten Schritte in diese Richtung haben in der DACH-Region sicherlich bereits Marken wie Weleda oder Dr. Hauschka getan, doch die Entwicklung geht stetig voran, und so steigen auch die Preisklassen (Produkte von Hesse Organic Skincare kosten zwischen 29 und 98 Euro). International erfolgreich sind inzwischen Premium Organic Skincare Brands wie etwa Susanne Kaufmann, wobei Naturkosmetik und Bio-Kosmetik natürlich noch immer keine gesetzlich geschützten Begriffe sind.

Produktion mit Ruhezeiten und nach Natur-Rhythmen

Hesse Organic Skincare weckt da Vertrauen durch die klar kommunizierten Werte – faire Bezahlung, nachhaltige Produktion, qualitativ hochwertige, vegane Inhaltsstoffe – und eben auch durch die Demeter-Zertifizierung. Hinsichtlich der Produktion erklärt Andreas Hesse, dass er sich aufgrund der geringen Stückzahlen, die er in der Manufaktur produzieren kann, ein zeit- wie arbeitsintensives, aber dafür schonendes Herstellungsverfahren erlauben könne. „Wir Homogenisieren nicht, sondern Emulgieren”, sagt er im Interview. „Bei der Produktion werden Ruhezeiten eingehalten, dass sich ein natürliches Kristallgitter ausbilden kann, es wird nach Natur-Rhythmen produziert und jede Herstellung in drei bis fünf Produktionsstufen unterteilt.”

Bei Hesse werden asiatische Schönheitsrituale und regionale Bio-Rohstoffe vereint. Image via Hesse Organic Skincare

Bevor Andreas Hesse sich mit seiner eigenen Linie dem DACH-Markt zuwendete, hat er vor allem durch die Arbeit für Private-Label-Kunden bereits einen Blick auf den asiatischen Markt werfen können. Denn die Produkte, die er in den vergangenen zwölf Jahren kreierte, wurden speziell für die japanische Konsumentin produziert. „Über das Beratungsteam in Japan standen wir ständig in regem Austausch und haben gelernt, dass man asiatische VerbraucherInnen mit Naturkosmetik in Premiumqualität gewinnen kann“, erzählt er. Bei seinem ersten Besuch in Tokio wurde er direkt auf das japanische Schönheitsritual aufmerksam, das nach dem Layering-Prinzip funktioniert und man so auch inzwischen durch den Hype um K-Beauty aus Südkorea kennt. Mit Hesse Organic Skincare setzt er genau auf diese Methode: Zehn dünne Schichten der aufeinander abgestimmten Produkte werden übereinander aufgetragen.

Trotz des Einblicks in diesen wichtigen Markt, will Andreas Hesse sich mit seiner Marke in diesem und im kommenden Jahr vorerst auf die DACH-Region konzentrieren. Das liegt vor allem aber auch an den begrenzten Entwicklungs- und Produktionskapazitäten bedingt durch die Manufaktur-Herstellung. Erklärtes Ziel ist es deshalb erst einmal, mit Hesse Organic Skincare „in den 100 besten deutschen Naturkosmetik-Fachgeschäften, Reformhäusern und Biomärkten mit hervorragender Kosmetikabteilung vertreten zu sein“.

Hero Image Courtesy of Hesse Organic Skincare