Ikoo: High-Performance durch klare Werte

Die Haarpflege Kategorie gehört zu den klaren Gewinnern der Corona-Krise – oder nicht? Katrin von Hallwyl sieht mehrere Gewinner, da insgesamt der Online Handel stark gestiegen sei. Beauty Independent spricht mit der ikoo Co-Gründerin über ihre neusten Innovationen sowie die aktuelle Expansion in die USA.

 

Katrin von Hallwyl hat 2012 gemeinsam mit ihrem Mann Christopher die Haarpflege Marke ikoo gegründet. Damals ging das Paar mit einer neuartigen Haarbürste auf den Markt. Die Gründer haben seitdem die Brand innovativ weiterentwickelt und neue (Pflege-) Produkte folgten. Heute zählt das Team in München 30 Mitarbeiter. Im Onlinehandel sowie bei Müller, Douglas und Rossmann kauft man die innovativen, hochqualitativen Feel-Good Produkte eines sehr durchdachten Konzepts. Innovation hört für ikoo nicht beim Design auf, sondern spiegelt sich auch in Formulierungen und Inhaltsstoffen wieder – und die müssen nachhaltig gut abschneiden und hochwirksam sein. Der virtuelle Haarpflege-Guru Lola führt Konsumentinnen in die Produktwelt ein. Eine erfolgreiche Marke, die durch Innovation, echte Emotionen und Wohlfühl-(Produkt)-erlebnisse überzeugt. Und dem Motto: Mit ein bisschen Selbstvertrauen, ein wenig Glow und einem Good Hair Day hast du schon gewonnen!

 

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We asked our #hairstylist if he had to choose only one hair care product during Summer, what would it be?⁠ -⁠ And he answered: Any product from the Hydrate and Shine series. 💚 These products not only smell of pure like summer but are extremely rich and effective on the hair. I think I would choose the Hydrate & Shine Deep Caring Mask to give my hair maximum care.⁠ .⁠ #ikoo #yourhairwillloveit⁠ .⁠ .⁠ #ikoosummer #summer #summerhair #summervibes #summerhairstyle #hairmask #damagedhair #hairtreatment #aftersun #aftersuntreatment #beauty #beautytips #haircut #hairmagic #hairdo #hairoftheday #hairideas #hairtrends #hairofinstagram #hairinspo #hairgoals #hairstyle #cutehairstyles #amazinghair #allaboutdahair #perfecthair⁠ #crueltyfree ⁠

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Liebe Katrin – die Haarpflege Kategorie entwickelte sich während der Corona-Pandemie überaus positiv. Ging es euch auch so?

Die Online Verkäufe sind gestiegen, als die Friseure geschlossen bleiben mussten. Ich denke aber, dass das quer durch die Branchen alle betroffen hat, weil einfach mehr online bestellt wurde. Vielleicht war das nicht nur in der Haarpflege Kategorie so.

Wie geht es euch heute?

Gut, wir sind sehr zufrieden. Wir haben auch gerade in dieser schwierigen Zeit einen vollen Marken Launch in den USA bewerkstelligt. Auf den amerikanischen Markteintritt haben wir schon sehr lange hingearbeitet. Wir dachten zuerst, dass wir dies nicht während der Pandemie umsetzen können. Schließlich konnten wir ja nicht selbst hinfliegen, um uns vor Ort zu präsentieren! Aber das haben wir mit endlosen Zoom Calls und Live-Übertragungen wettgemacht. Wenn man so will, war es gar nicht die schlechteste Situation für uns: Wir hatten stets den vollen Fokus der Menschen in unseren Meetings, sie haben sich voll konzentriert und wurden durch nichts anderes gestört. Ich bewerte es schon positiv.

Kann man eure Produkte bereits in den USA kaufen?

Seit Ende März haben wir einen großen amerikanischen Industriepartner aus der Professional-Sparte und sind bereits voll implementiert. So gelang uns übrigens auch der Markteintritt in Deutschland: Wir haben erst im professionellen Segment gestartet, bevor wir uns dem Massenmarkt angenommen haben. Den Übergang vom Friseur- und Großhandel zum Massenmarkt sind wir sukzessiv angegangen, so dass dies schlussendlich mehrere Jahre gedauert hat. In den USA folgen wir dieser Erfolgsformel und sind aktuell nur im professionellen Bereich vertreten. Jetzt müssen wir uns auf die Marke und die Implementierung konzentrieren. Für die USA haben wir in E-Learning Plattformen investiert. Verkäufer müssen sich zertifizieren lassen, um unsere Produkte auch vertreiben zu können. Auf der Plattform erklären wir ihnen das Produkt und schulen sie in der Anwendung. Damit stellen wir sicher, dass der Endverbraucher eine tolle Erfahrung mit unseren Produkten hat. Wir sind kein riesiger Konzern – wir müssen die Marke langsam, fundiert und nachhaltig aufbauen.

 

Launcht ihr ikoo also in den meisten Märkten nach dem gleichen Prinzip?

Jein. Das funktioniert schon bei der Fertigung nicht: Dadurch, dass wir die Produkte jeweils anders zertifizieren müssen, anders verpacken müssen, muss auch die Kommunikation angepasst werden. Gerade in den USA, in einem Land mit so vielen Menschen und so vielen Marken, müssen wir auf die verschiedensten Sachen achten. Die Grundstruktur greifen wir natürlich nicht an. Wir stehen für eine gewisse Wertigkeit, das würden wir aufgrund von Regulierungen auch nicht verändern.

Zum Beispiel, dass ikoo tierversuchsfrei ist. Auch, wenn ihr nach China verkauft?

Wir rücken nicht von tierversuchsfrei ab. Seit Ende letzten Jahres gibt es ein neues Verfahren in China, das man durchlaufen kann, um alternative Tests zu ermöglichen. Es ist noch sehr neu und aufwändig. Aber wir sind auch Partner von Peta. Wir sind nachhaltig, crueltyfree und fast vegan. Nur ein Inhaltsstoff – Honig – fällt aus der Reihe, dadurch sind wir nicht zu 100% vegan.

Ihr legt starken Wert auf Nachhaltigkeit, fallt aber nicht unter Naturkosmetik.

Ja, weil in einer Haarmaske ein Silikon drinnen ist, das zwar auswaschbar ist, aber eben doch Silikon. Unsere Produkte sind wirklich innovationsgetrieben, wir vertreiben ausschließlich high-performing Produkte. Perfomance auf diesem Niveau ist mit Naturkosmetik nicht möglich.

 

ikoo Gründer Katrin und Christopher von Hallwyl credit by ikoo

Was ist dir bei der “Performance” wichtig?

Du kennst das ja auch: Man ärgert sich, wenn ein Produkt etwas verspricht, aber nicht funktioniert. Das Versprechen, das wir ablegen – das auch von Produkt zu Produkt verschieden ist – das muss funktionieren. Wir bewegen uns in einem erschwinglichen Segment, das sich auch jüngere Frauen leisten können, die kein riesen Einkommen haben, aber dennoch abseits der Discountware. Wir führen ein nachhaltig gutes Produkt, das seiner Wirkung gerecht wird.

Die Liebe zur Haircare kam davon, dass deine Mutter damals immer so glücklich vom Friseur heimkam.

Das war ein Schlüsselerlebnis, eine Geschichte, die ich gerne erzähle. Wenn man mal beim Friseur war und frisch geföhnte Haare hat, fühlt man sich einfach besser. Das hat so eine besondere Wirkung auf Frauen. Wenn ich vom Friseur kam, hatte ich immer eine andere Körperhaltung, war beschwingter und fröhlicher. Die Frage, was denn da im Salon passiert, dass man so verändert zurückkommt, hat mich beschäftigt. Sie war nicht der Grund, warum ich gegründet habe, aber der Magic Moment, wegen dem ich gesagt habe – toll. Dieses Friseurgefühl will ich für zuhause.

Eure neueste Innovationen ist „Lola“ – Wer oder Was ist das?

Lola ist ein Charakter, der durch die Produktwelt von ikoo führt und sie erklärt. Wir wollten ein Kommunikationstool schaffen, dass die Erlebniswelt, die wir aufbauen, vermitteln kann. Wir wollen keine anonyme, flache Brand sein – sondern Facettenreichtum, Emotion und Lebensgefühl verkörpern. Lola steigert die Freude beim Benutzen und macht dieses spannender. Nach dem Motto: Wenn Lola die Bürste verwenden kann, dann kann ich das auch.

Was steht in nächster Zukunft bei euch an?

Derzeit sind wir mit den USA super beschäftigt. Wir würden immer noch gerne für eine Zeit vor Ort sein, um unser Möglichstes für die Expansion zu tun. Mittlerweile sind die USA schon einer unserer größten Umsatzbringer. In Deutschland arbeiten wir ständig an neuen Produkten und Innovationen. Ab November zum Beispiel launcht ikoo die “Deep Caring Hair Mask” mit der neuen Wirkstoffformel “Volumizing & Nourish”; der wiederverwertbare Hair Wrap mit dieser Formel wurde bereits letztes Jahr neu gelauncht. Die Wraps gehören zu den absoluten Hero Produkten von ikoo und widerspiegeln die Nachhaltigkeit unserer Produkte: Ein Wrap lässt sich ganz einfach häufiger verwenden, indem man ihn einfach mit der Maske neu “auffüllt”.

Hero Picture with courtesy of ikoo