Neue Studie: Wie shoppen deutsche Frauen Beauty online?

Der E-Commerce Cosmetics Research Report von Photoslurp befragte 1.500 Frauen aus Spanien, Italien, Frankreich, UK und Deutschland zu ihrem Online-Kaufverhalten in Sachen Beauty.

 

Wie verkaufe ich als Brand erfolgreich meine Produkte online? Wie kann ich mich von KonkurrentInnen abheben? Worauf achten KonsumentInnen beim Kauf von Kosmetik in verschiedenen Ländern Europas? Mit diesen Fragen beschäftigt sich eine neue Studie der digitalen Kommerz- und Marketing-Plattform Photoslurp. Das Unternehmen hilft Brands dabei, UGC in das eigene Shopping-Erlebnis zu integrieren. Um ein besseres Verständnis rund um das Konsumverhalten im Beauty-Bereich zu bekommen, wurde eine mobile fünfminütige Umfrage mit 1.500 Frauen über 18 Jahren durchgeführt.

Die Hauptfragen: 1. Wie oft kaufen KundInnen Kosmetikprodukte online? 2. Wo kaufen sie diese? 3. Für welche Produkte interessieren sie sich am meisten? 4. Worauf legen sie dabei besonders wert? Beauty Independent fasst die wesentlichen Ergebnisse für deutsche KonsumentInnen zusammen.

 

 

40,7 % kaufen alle paar Monate Kosmetik

Weder wöchentlich noch täglich, sondern lediglich alle paar Monate kaufen die Befragten Makeup und Kosmetik. Also im Prinzip recht wenig. Dennoch logisch, denn es zeigt, dass Produkte erst einmal aufgebraucht werden, bevor KonsumentInnen in neue investieren. Wie viele Produkte auf einmal geshoppt werden, beantwortet die Studie allerdings nicht. Es kann also durchaus sein, dass KonsumentInnen zwar selten, aber dafür viel kaufen.

 

Douglas, Amazon und DM dominieren den Handel

Die Studie hat herausgefunden, dass Beautyprodukte eher über große Onlinehändler als über einzelne Brand-Webshops gekauft werden. Denn dort gibt es mehr Auswahl und man kann markenübergreifend shoppen. Außerdem müssen KundInnen nur eine einzige Bestellung für alle ihre Lieblingsprodukte tätigen. In Deutschland hat ein Unternehmen dabei die Nase vorn: 26,6 % der Befragten kaufen ihre Beautyprodukte am liebsten über Douglas. Immerhin 25,8 % shoppen via Amazon und 17,2 % füllen ihren digitalen Einkaufswagen bei dm. Interessant ist, dass von allen Ländern nur in Frankreich Amazon nicht zu den Top 3 gehört. Dort dominiert Yves Rocher, gefolgt von Sephora und Nocibe. Der Onlineriese ist besonders in Italien beliebt: 41,8 % der Befragten kaufen über Amazon ihre Kosmetika.

 

„Cruelty-Free“ ist besonders wichtig

Worauf deutsche KonsumentInnen am meisten achten? Tierversuchsfreie Produkte, heißt es in der Studie. 28,5 % gaben an, dass „ohne Tierversuche“ das wichtigste Auswahlkriterium bei Kosmetik ist, gefolgt von „für sensible Haut“ mit 27,9 % und „faire trade“ mit 16,9 %. So langsam kommt es also auch in der breiteren Masse an, dass keine Lebewesen für die eigene Kosmetik leiden sollten. Es entsteht ein größeres Bewusstsein dafür, dass es andere Methoden in der Industrie gibt und Tierversuche heutzutage absolut inakzeptabel sind. Bestätigt wird dies auch mit den Angaben aus den anderen befragten Ländern – mit Ausnahme von Italien. Da sind Produkte für sensible Haut doch noch gefragter.

 

Diese Produkte kaufen KonsumentInnen am häufigsten online

60,5 % der befragten Deutschen kaufen online am häufigsten Lippenstift. Auf Platz zwei landen Gesichtsmasken mit 55,2 % gefolgt von Lidschatten auf Rang drei. Was deutsche Frauen so gar nicht gerne digital shoppen? Foundation! Überraschend ist es nicht, denn fast kein anderes Produkt muss so perfekt auf den eigenen Teint abgestimmt sein wie dieses. Man muss die Textur fühlen und mögen. Und das geht nun mal nur persönlich im Laden. Interessanterweise sehen dies die Frauen im Vereinigten Königreich ganz anders, denn ganze 60,2 % bestellen ihre Foundation online. Dort landet der Primer auf dem letzten Platz –  wie übrigens auch bei den Französinnen.

 

Ratings und User Generated Content

Zusätzlich hat die Umfrage ergeben, dass KonsumentInnen sich beim Kauf von Kosmetika gerne auf Bewertungen von anderen verlassen. Sogenannte Ratings gelten als vertrauenswürdig. 80 % der befragten deutschen KundInnen finden Kundenrezensionen wichtig. Damit landet Deutschland dennoch auf dem letzten Platz. Alle anderen Länder vertrauen den Meinungen von Dritten noch mehr.

Womit Brands noch punkten können? User Generated Content (UGC), also Fotos und Videos von anderen KundInnen, die die Produkte benutzen oder zeigen, wie man sie am besten anwendet. 20,3 % der deutschen KonsumentInnen geben an, dass dies zu einem guten Shopping-Erlebnis gehöre.

 

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