Fabulous Five: Diese Oral-Care-Brands setzen neue Standards in der Mundhygiene-Branche

In der Kosmetikwelt hat sich bereits vieles getan, und oft sind es die konsumentennahen, innovativen Konzepte kleiner Labels, die den großen gerade den Rang ablaufen. Genau diese Nischenbrands sind es, die sich nun an den Mundhygiene-Markt heranwagen, wo bis dato der größte Trend „Stillstand“ hieß. Verwunderlich, schließlich handelt es sich hierbei um eine äußerst lukrative Kategorie, da gerade Zahnpflegeprodukte nichts Dekoratives sind, sondern ein wirkliches „Must-have“, das maßgeblich zur Gesundheit beiträgt. 

Die Dimensionen sehen wie folgt aus: Statista schätzt das Gesamtmarktvolumen für Zahn- und Mundpflegeprodukte im Jahr 2025 weltweit auf rund 42 Milliarden Dollar. Jährlich geben allein die Deutschen 1,6 Milliarden Euro für Zahnpasta und Co. aus. Zu den beliebtesten Zahnbürstenmarken gehört noch immer Dr. Best, und Platz eins unter den Zahnpasten belegt Colgate. Zeit dies zu ändern, schon allein in Anbetracht der Tatsache, dass rund 17,59 Millionen Deutsche pro Monat eine neue Zahnbürste kaufen. 

Nachfolgend finden Sie hier unsere „Fabulous Five“-Brands, von denen Sie in Zukunft noch mehr hören werden.

 

OLAS

Mit OLAS gründete der New Yorker Star-Zahnmediziner Dr. Chris Perez (Foto: Craig McDean) seine eigene Mundpflege-Brand. Nun steckt seine Liebe zum Meer in allen seinen Produkten, etwa in der Marine Bio-Active Mouthrinse-Mundspülung.

Dr. Chris Perez ist nicht nur ein renommierter New Yorker Zahnarzt, sondern zudem leidenschaftlicher Surfer, der seine Liebe zum Meer jeden Tag in den Wellen auslebt. Beides verbindet er nun auch in den Produkten seiner eigenen Brand OLAS. Neben Zahnbürsten aus Mao-Bambus steht bei der 2018 lancierten Brand die Mundspülung Marine Bio-Active Natural Mouthrinse im Mittelpunkt: „Ich weiß genau, welche heilenden Kräfte der Ozean hat. Ich wollte eine Mundspülung lancieren, die nicht an Tieren getestet wird und die besten, reinigenden und heilenden Eigenschaften des Ozeans vereint“, erklärt der Unternehmer. 

Angefangen bei der Verpackung, die bei den meisten Brands aus Plastik besteht, ist die OLAS-Mundspülung ausschließlich in recycelten Glasflaschen zu haben. Wer bisher Angst davor hatte den – typischen – Chemiecocktail zu schlucken, kann ganz beruhigt sein. Frei von jeglichen Schadstoffen und sogar ohne Alkohol ist das OLAS-Mouthrinse absolut sicher: Die einzigartige Rezeptur besteht unter anderem aus Meersalz, einer bioaktiven Mischung aus Tiefseealgen und einem Mix aus Magnesium, pflanzlichem Kollagen und Immunboostern. Plaque- und damit die Bakterienbildung, Entzündungen und Trockenheit können durch den regelmäßigen Gebrauch verhindert werden, wodurch die Zahngesundheit und ein neutraler pH-Wert in der Mundhöhle aufrechterhalten werden. 

Dr. Chris Perez trifft mit seiner Erfindung den Nerv der Zeit. Denn er vereint Nachhaltigkeit und pure, reine Inhaltsstoffe auf beispiellose Weise. „Es war die perfekte Zeit für OLAS. Genau wie Essen und Trinken, nehmen wir Mundspülungen in den Mund, und die Menschen interessieren sich mehr und mehr dafür, was genau in diesen steckt. Konsumenten verlangen immer öfter nach Produkten, die nicht nur unschädlich für sie selbst sind, sondern eben auch für den Planeten. Und: Die Mundhygiene ist mittlerweile fast genauso wichtig wie das Auftragen einer nicht-toxischen Sonnencreme.“ 

 

WILDIST

Keine Lust mehr auf illusorische Versprechen hatten die Gründer von Wildist und lancierten drei eigene Zahnpasten, die nachhaltig, natürlich und effektiv sind.

„Wir haben keine Lust mehr, den Menschen das Geld in den Rachen zu werfen, die nicht verstehen, worum es im Leben wirklich geht. Deswegen haben wir unser eigenes Unternehmen gegründet“, so Wildist auf der eigenen Website. Der Name ist eine Kombination aus „Wild“ und „Alchemist“ und unterstreicht perfekt den rebellischen Aufruf der 2018 in Brooklyn gegründeten Brand, die heute drei Zahnpasta-Sorten und zudem Deos anbietet.

Das Newcomer-Label hat mittlerweile sieben Festangestellte und sorgt auf dem US-Markt für echte Furore. Die Rebellion beginnt bereits beim Packaging: Überaus chic designt, bestehen die Tuben nicht aus Aluminium, sondern aus einem innovativen Materialmix, der zu einhundert Prozent recyclebar ist. Plus: „Alle Produkte punkten mit wilden, natürlichen Inhaltsstoffen und einer nachweislich effektiven Wirkungsweise. Wir verzichten komplett auf unappetitliche Inhaltsstoffe, die man normalerweise in Zahnpasten findet, wie etwa tierisches Glycerin oder Triclosan“, so Gründer Aaron Paas. 

Drei verschiedene Zahnpasten führt Wildist heute: Während Brillimint mit Extrakten aus weißem Tee und Goji-Beeren nach Pfefferminze schmeckt und morgens Energie spendet, wurde Soothinger speziell für empfindliche Zähne entwickelt und ist mit Superfoods wie Kurkuma und Gingseng-Wurzeln angereichert. Hinzu kommt Dreamomile, eine Zahnpasta, die dank Kamillenextrakt entspannend wirken soll und deswegen speziell für die abendliche Anwendung gedacht ist. 

 

LEBON

Yuzu, Ylang-Ylang und ein Hauch Pfefferminze steckt in der Rhythm is Love-Zahnpasta von Lebon.

Auf Deutsch bedeutet „Le Bon“ das Gute. Genau das möchte die französische Zahnhygiene-Brand auch sein. Hinter der 2014 gegründeten Marke steckt das Ehepaar Stephanie und Richard Palacci. Als Kunsthistorikerin und Fotografin schlug sie mit Lebon einen völlig neuen Weg ein und kümmert sich heute hauptsächlich um das Design sowie um die unterschiedlichen Geschmackssorten. Ihr Mann hingegen bringt als gelernter Apotheker und Dermatologe das nötige Know-how für ihre Zahnpflegebrand mit. Ihre Idee: die Mundhygiene-Branche ein bisschen glamouröser zu gestalten. Das hat das Power-Duo ganz sicher geschafft, denn allein das goldfarbene, clean-schicke Design macht ihre Tuben zu einem echten Hingucker im Badezimmer. 

Ob Mundspülung oder Zahnpasta: Alle Produkte des Labels sind vegan und letztere ist mit Stevia Rebaudina gesüßt. Sie enthalten keine Parabene, Sulfate oder Fluoride und werden nicht an Tieren getestet. Hinzu kommen recyclebare Tuben oder Glasflaschen sowie wiederverwendbare Kartons. Neun unterschiedliche Zahnpasta-Geschmacksrichtungen gibt es heute, denen Pfefferminzextrakte eine frische Note verleihen. Während Rhythm of Love den Duft des Sonnenaufgangs über türkisfarbenem Wasser verkörpern soll, versteht sich Cap Ferrat Mood als eine Hommage an die kleine Hafengemeinde an der Côte d’Azur. 

 

COCOFLOSS

Die Schwester Dr. Chrystle und Catherine Cu gründeten Cocofloss und möchten Konsumenten durch amüsantes Design dazu motivieren täglich „coco-flossen“.

Mit Cocofloss verfolgen die beiden Gründerinnen ein ganz klares Ziel: Sie möchten den Gebrauch von Zahnseide, bis dato eher ein unbeliebter Brauch, in ein motivierendes und unterhaltsames Ritual verwandeln. Hinter dem Label steckt ein Schwesternpaar: Während Dr. Chrystle Cu als promovierte Zahnärztin die richtige Expertise und das nötige Know-how auf dem Gebiet mitbringt, war ihre Schwester Catherine Cu zuvor als Künstlerin tätig, was sich in den amüsant-liebevollen und vor allem dekorativen Designs widerspiegelt. „Einen Zahn entfernen zu müssen ist immer traurig. Vor allem, wenn man weiß, dass es hätte vermieden werden können, wenn der Patient Zahnseide genutzt hätte“, so Dr. Chrystle Cu.

Mittlerweile gibt es Cocofloss in fünf verschiedenen Geschmacksrichtungen – von Delicious Mint bis hin zu Cara Cara Orange, die alle frei von Parabenen sind, dafür aber mit mikrokristallinem Wachs, Kokosnuss- und Fruchtölen angereichert sind. Damit die Konsumenten auch regelmäßig „coco-flossen“, bietet das Label einen Abo-Service an und mittlerweile auch Travel-Größen. 

Cocofloss ist Teil einer übergeordneten Company namens Cocolabs, die sich ganz und gar der Zahngesundheit verschrieben hat und bereits mehrere Produkte – von Whitening Kits bis hin zu Bambus-Zahnbürsten – lancierte.

 

ALKA-WHITE

Die erste Detox-Kur für den Mund lancieren Dr. Lewis Gross und sein Sohn, Arden Gardell – das Duo hinter Alka-White.

Eine klassische Detox-Kur haben schon die meisten hinter sich. Eine, die sich jedoch ausschließlich auf die Mund- und Zahngesundheit konzentriert, wohl eher nicht. Schließlich gab es das bisher nicht auf dem Markt. Diesen Whitespace entdeckten auch Lewis Gross, ein US-amerikanischer Zahnarzt, der sich auf ganzheitliche Behandlungsmethoden spezialisiert hat, und sein Sohn, Arden Gardell. Das Ergebnis ist ihre Brand Alka-White, deren Key-Produkt ein fünftägiges Cleansing-Programm für den Mund ist. In diesem Zeitraum kann der pH-Wert ausgeglichen werden, was für dauerhaft frischen Atem sorgt. Zudem werden die Zahngesundheit gestärkt und die Schmerzempfindlichkeit gesenkt. Während des Programms wird dreimal täglich eine Tablette in Wasser aufgelöst, der Mund gespült. Danach werden die Zähne mit einer speziell entwickelten, fluoridfreien Zahnpasta geputzt.  „Gerade durch chronische Übersäuerung ist die Mundflora in Gefahr. Bestimmt wird der Säuregehalt unseres Mundes durch Kohlenhydrate und Zucker. Beide Stoffe führen zu Bakterienbildung, die zu Zahnfleischerkrankungen und Entzündungen führen können“, so Co-Gründer Arden Gardell. „Diesen Kreislauf können wir mit der Kur unterbrechen. Wer wirklich fünf Tage durchhält, dem können wir positive Effekte garantieren.“