Starkes Wachstum bei M&A-Transaktionen der Kosmetikindustrie

Im Jahr 2018 stiegen die Übernahmen und Fusionen in der Mode- und Luxusindustrie an, wie das internationale Beratungsunternehmen Deloitte mitteilte. Mit 150 Firmenkäufen in 2018 und einer Zunahme von 41 Transaktionen gegenüber 2017 stand Europa erneut im Zentrum der Aufmerksamkeit. Die Studie von Deloitte „Global Fashion & Luxury Private Equity and Investors Survey“ erscheint 2019 in ihrer vierten Auflage. Kosmetika & Düfte zeigt sich auch in diesem Jahr als anhaltend interessante Branche für Investoren. Diese schätzen das Wachstum des Marktes für die nächsten drei Jahre auf mehr als zehn Prozent. 

Gegenüber 2017 mit 28 Deals gab es mit weltweit 44 M&A-Transaktionen in 2018 einen Anstieg um 57 Prozent. 4 der 16 zusätzlichen Unternehmenskäufe wurden in Europa getätigt und 7 in Nordamerika. Das durchschnittliche Volumen der M&A lag für die Kosmetikindustrie bei 63 Millionen US-Dollar. Zu den Investitionen zählten die Beteiligung der TPG Capital an Anastasia Beverly Hills (38 Prozent) und der Kauf von First Aid Beauty durch Procter & Gamble. L’Oréal kaufte ModiFace und L. Catterton investierte 200 Millionen in Jessica Alba’s Honest Co.

Kleine und mittelgroße Kosmetikunternehmen locken Investoren an 

In 2018 rückten verstärkt kleinere Firmen in den Fokus der Investoren. Unternehmen mit einem Umsatz von weniger als 50 Millionen US-Dollar standen bei 65 Prozent der Transaktionen im Mittelpunkt. Im Jahr 2017 waren es noch 55 Prozent. Strategische Investoren führten 56 Prozent aller M&A-Transaktionen durch: In 2017 lag ihr Anteil noch bei 47 Prozent. In 2018 wickelten sie 42 mehr Transaktionen ab als im Vorjahr, wohingegen die Finanzinvestoren nur fünf Geschäfte mehr abschlossen. 

Die Befragung von Investoren in der Studie von Deloitte unterstrich das Interesse von Private Equity Funds an Unternehmen der Luxusgüterbranche. Vier von fünf Investoren planen für 2019, in Unternehmen des Kosmetiksektors zu investieren. Die Kosmetikbranche liegt dabei gleichauf mit der Bekleidungsindustrie und deutlich vor Möbeln, Uhren und Schmuck.