Warum Róen Beauty von Nikki DeRoest auch in Deutschland ein Hit werden könnte

Erst kürzlich launchte das noch junge Label von Makeup-Artistin Nikki DeRoest, Róen Beauty, auch bei uns in Deutschland. Wir erklären, warum VisagistInnen die neuen Beauty-Influencer sind und warum Róen alle Voraussetzungen erfüllt, die eine erfolgreiche Brand heute mitbringen muss.

 

Die Makeup-Artisten der Superstars sind in den letzten Jahren selbst zu Superstars avanciert. Bestes Beispiel: Mario Dedivanovic, treuer Beauty-Begleiter von Kim Kardashian und besser bekannt als „Makeupbymario“, wird mittlerweile fast genauso gefeiert wie die 39-Jährige selbst. Rund 7 Millionen Menschen folgen ihm auf Instagram. Ebenfalls eine große Fangemeinde hat der MUA des Vertrauens von Kylie Jenner, Ariel Tejada, mit 2 Millionen Followern. Patrick Ta, der unter anderem für die Looks von Bella und Gigi Hadid verantwortlich ist, zählt 1,6 Millionen. Der Hype um die Gesichter hinter den schönsten Gesichtern der Welt war nie so groß wie heute. Einige unter ihnen haben regelrechte Beauty-Imperien erschaffen, so etwa die Britin Charlotte Tilbury oder – weitaus früher – die US-Amerikanerin Bobbi Brown.

Sowohl Social Media als auch der Beauty-Boom der letzten Dekade haben die Menschen ins Rampenlicht geholt, die früher eher im Verborgenen blieben. KonsumentInnen wollen Makeup-Tipps, -Tricks und -Techniken nicht mehr in Magazinen nachlesen, sondern von den verantwortlichen Kreativen direkt erfahren. Wie schminke ich den perfekten natürlichen Glow? Welche Produkte benutzt der MUA von Beyoncé bei ihren Auftritten? Welchen Lippenstift trug Sängerin Dua Lipa bei den MTV Music Awards? Die Visagisten werden durch ihr Insider-Wissen, How-To-Videos und Live-Kurse („master class“) selbst zu zelebrierten Influencern.

Es ist also kaum verwunderlich, dass im Zuge dessen immer mehr Makeup-Artists eben nicht nur selbst zu VIPs wurden, sondern zudem ihre eigenen Beauty-Brands kreieren. Logisch, denn die perfekte Kulisse – super-prominente KundInnen – haben sie ja schon. So lassen sich die eigenen Produkte ziemlich einfach und effizient vermarkten. Etablierte Branchengrößen wie etwa Pat McGrath oder Lisa Eldridge lancierten jeweils Kosmetiklabels, um die sich Beauty-LiebhaberInnen reißen. Das jüngste Beispiel: die 35-Jährige Nikki DeRoest. Anfang des Jahres launchte die in Los Angeles ansässige Hair-and-Makeup-Artistin ihr Kosmetik-Label Róen Beauty und ist seit kurzem auch in Deutschland exklusiv bei Niche-Beauty.com erhältlich.

Weltweit bekannt geworden ist die gebürtige US-Amerikanerin dank einem sehr berühmten Gesicht: Supermodel Rosie Huntington-Whiteley, für die sie regulär als MUA tätig war und immer noch ist. Laut eigenen Aussagen kaufte sich DeRoest bereits mit 11 Jahren Bücher von Bobbi Brown, brach nach einem Jahr das Business-Studium ab, um als Lehrling bei einem Friseur anzufangen. Sie arbeitete bei Makeup-Brands wie Stila, Bobbi Brown und Chanel. In ihren mittlerweile 15 Jahren Karriere hat Nikki DeRoest mit und für alle großen Beauty-Labels gearbeitet, wie Nars, Armani Beauty, Dior Beauty, und ist zudem Global Makeup-Artist für Bare Minerals.

Nun ist sie mit Róen Beauty selbstständig unterwegs und kreiert dafür dekorative Kosmetik, die „clean“, vegan sowie frei von Talk, Gluten und Parabenen ist. „Für mich als Makeup-Artistin und Beauty-Liebhaberin ist Róen etwas, von dem ich schon lange besessen bin und nicht anders konnte, als es zu kreieren. Ich arbeitete Hand in Hand mit meinem Chemiker in LA, um meine ganz eigenen, einzigartigen Rezepturen herzustellen“, heißt es in der Pressemitteilung. 6 verschiedene Produkte gibt es aktuell im Sortiment: zwei Lidschattenpaletten à vier Farben, zwei einzelne Lidschatten namens Disco Eye und Summer Disco, sowie den Everything Eye Pinsel und den vowBrow Augenbrauenstift in drei unterschiedlichen Nuancen.

 

Nikki DeRoest, Makeup-Artistin und Gründerin von Róen Beauty. courtesy of niche-beauty.com
Nikki DeRoest, Makeup-Artistin und Gründerin von Róen Beauty.

 

„Róen ist eine Nischen-Makeup-Linie, an der ich unermüdlich gearbeitet habe: von der Entwicklung jedes Produktes bis hin zur Perfektionierung der Rezeptur, Textur und Anwendung. Ich habe das große Glück, dass ich Róen an einigen der atemberaubendsten Gesichter der Industrie und für Red Carpets verwenden konnte. Ich kann mit absoluter Sicherheit sagen: Es ist immer ein Wow-Moment“, so Nikki DeRoest. Und tatsächlich scheint es gerade die Rezeptur ihrer Produkte zu sein, die besonders überzeugen. Sie sind zwischen cremig und pudrig, oder wie die Brand-Gründerin es selbst sagt: „right in the sweet-spot“.

Vor allem sogenannte Beauty-Gurus scheinen bei ihren eigens lancierten Produkten diesen „sweet-spot“ gut zu treffen. Sie entwickeln nämlich Kosmetik, die zwar von einem echten Profi kreiert wurde, aber dennoch von allen möglichen Frauen und Männern getragen werden kann. So sind auch die Lidschattenfarben von Róen nicht nur etwas für eingefleischte Beauty-ExpertInnen, sondern sprechen durchaus eine breite Masse an. Sie sind nicht einschüchtern, sondern einladend. Und das ist gerade für den deutschen Markt relevant, wo Natürlichkeit und ein natürlicher Makeup-Look deutlich bevorzugt werden. Zudem ist im Bereich der dekorativen Kosmetik in den letzten Jahren zwar viel passiert, doch so richtige Innovationen gab es kaum, und schon gar nicht unter der „clean“-Prämisse. Somit hat Róen Beauty durchaus gute Chancen, um auch bei uns ein Hit zu werden.

 

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